Vervollständigen von Daten mit Hilfe der JOSM-Suche

Im letzten Artikel wurde vorgestellt wie in JOSM eine Overpass-API-Abfrage genutzt werden kann, um nur bestimmte Daten der OSM zum Editieren herunter zu laden. Diese Methode kann durch die Suche in JOSM sehr praktisch ergänzt werden, aber kann diese auch teilweise ersetzen. Wie zuvor soll das Ziel die Vervollständigung des Tags surface sein.

Zur Vorbereitung lade man Daten mit Hilfe einer Abfrage wie im vorherigen Artikel beschrieben herunter. (Zum Ausprobieren kann auch ganz klassisch mit Von OSM herunterladen… ein Bereich heruntergeladen werden.)

Hat man bereits zu einigen Straßen den Tag surface hinzugefügt, kann man schnell die Übersicht darüber verlieren, an welche Straßen man selber bereits den Tag hinzugefügt hat und an welche nicht.

Für diesen Fall ist die Suche von JOSM praktisch. Mit der Tastenkombination Strg + F oder über Bearbeiten und mit einem Klick auf Suchen … öffnet sich ein neues Fenster.

Das Fenster für die Suche in einer Datenebene in JOSM.

Das Fenster für die Suche in einer Datenebene in JOSM.


Dort kann nun unter Suchbegriff mit Hilfe der darunter befindlichen Beispiele und beschriebenen Syntaxen nach Wegen ohne surface gesucht werden. Dazu gebe man

-surface type:way

ein und klicke anschließend auf Suche starten.

Das Resultat der Suche: Alle Wege ohne den surface-Tag sind ausgewählt

Das Resultat der Suche: Alle Wege ohne den surface-Tag sind ausgewählt


Nun sind alle Wege ausgewählt, die den Tag surface nicht besitzen. So können Schritt für Schritt solche Straßen ausgewählt werden, dessen Oberfläche man angeben kann. Erfordert eine Straße das Taggen eines anderen Tags, kann diese problemlos zu einem späteren Zeitpunkt getaggt werden.

JOSM zum Vervollständigen der Datenbasis nutzen

Mit JOSM kann man nicht nur alle Objekte innerhalb eines Kartenausschnittes herunterladen, sondern auch eine Auswahl von Objekten. Auf dieser Basis kann man dann wesentlich leichter fehlende Daten mit Hilfe von Ortskenntnis ergänzen. Zum Beispiel kann man so recht praktisch „surface“=“asphalt“ für alle Gegenden in denen man sich auskennt bzw. schon einmal war vervollständigen.

Zur Vorbereitung installiert man in JOSM das Plugin mirrored_download, welches in der Liste aller Verfügbarer Plugins enthalten ist und dort aktiviert werden kann. Dazu wählt man in dem Menü unter dem Reiter Bearbeiten den Menüpunkt Einstellungen aus und klickt im folgenden Fenster auf das Symbol mit einem Stecker und einer Steckdose, klickt auf die Schaltfläche Liste herunterladen und wählt durch das setzen eines Häkchens in der dann erscheinenden Liste mirrored_download aus. Anschließend bestätigt man nach dem schließen des Fensters, dass JOSM neu gestartet werden soll.

Unter dem Reiter Datei erscheint nun ein neuer Menüpunkt Mittels Overpass-API laden …. Diese neue Funktion erlaubt nun mit Hilfe einer Overpass-API Abfrage im Overpass QL-Format nur solche Objekte herunterzuladen, die von Interesse sind.

Die Abfrage für Straßen ohne surface-Tags sieht dann wie folgt aus.
[timeout:15];

(
way
["highway"~"^(unclassified|residential|living_street|road|tertiary|secondary|primary)$"]
[surface!~"."];
>;
);

out meta;

Der herunter zu ladende Bereich lässt sich dann wie gewohnt (also genauso wie bei Von OSM herunterladen) festlegen. Mit einem Klick auf Daten herunterladen wird die Abfrage ausgeführt.

Im oberen Teil des Fensters kann ein Overpass-API Query im Overpass QL Format eingegeben werden und im unteren der Bereich ausgewählt werden, in dem Daten heruntergeladen werden sollen.

Mittels Overpass-API laden …: Im oberen Teil des Fensters kann ein Overpass-API Query im Overpass QL Format eingegeben werden und im unteren der Bereich ausgewählt werden, in dem Daten heruntergeladen werden sollen.

Als Resultat erhält man einen neuen Layer, der nur die abgefragten Objekte enthält.

Mit dem Plugin mirrored_download heruntergeladene Daten. Hier: Straßen mit fehlenden surface Taggings.

Mit dem Plugin mirrored_download heruntergeladene Daten. Hier: Straßen mit fehlenden surface Taggings.

Diese Daten können nun wie gewohnt editiert werden.

Achtung: Diese Methode ist nur unbedenklich, wenn lediglich surface-Tags an die Wege getaggt werden. Die Nutzung anderer Werkzeuge (z.B. Linie aufspalten (P), Linien verbinden (C) etc. sowie Entf) führt in der Regel zur Zerstörung von Daten in der OSM. Schlimmstenfalls können Lücken in route-Relationen entstehen oder restriction-Relationen zerstört werden und unbemerkt bleiben. (Denn JOSM kann diese Fehler aufgrund der fehlenden Daten nicht ermitteln.) Solche Relationen können für die betreffenden Objekte über Von OSM herunterladen nachgeladen werden. Dazu bietet es sich an den gesamten Bereich, in dem nicht lediglich Tags hinzugefügt werden, herunter zu laden.

Natürlich können Luftbilder und andere Hintergründe wie gewohnt hinzugefügt werden. Ist die Qualität der Luftbilder sehr gut, so kann die Oberfläche vieler Straßenzüge anhand von Ortskenntnis und Luftbildern bestimmt werden. Beim Hochladen sollte man dieses Vorgehen entsprechend dokumentieren. Zum Beispiel durch die Angabe der Quellen Bing Luftbilder und Ortskenntnis sowie einer entsprechenden Beschreibung.

Die Abfragen lassen sich beliebig (im Rahmen der Overpass-API) verändern. Falls man gut spezifizierte Oberflächen-Tags ausschließen möchte, kann man den folgenden Query benutzen.
[timeout:15];

(
/* highway-Objekte ohne die guten surface-Werte */
way ["highway"~"^(unclassified|residential|living_street|road|tertiary|secondary|primary)$"]
[surface!~"asphalt"]
[surface!~"cobblestone"]
[surface!~"sett"]
[surface!~"paving_stones"];
>;
);

out meta;

Ein ähnliches Vorgehen bietet sich auch für die Spezifizierung von building=yes als Gebäudetyp wie zum Beispiel building=detached etc. an.

Weiterführendes
https://wiki.openstreetmap.org/wiki/DE:Overpass_API/Sparse_Editing
https://wiki.openstreetmap.org/wiki/JOSM/Plugins/mirrored_download
https://wiki.openstreetmap.org/wiki/Key:surface
https://wiki.openstreetmap.org/wiki/Overpass_API/Overpass_QL

Update: In der aktuellen Version 8800 von JOSM ist das Plugin mirrored_download nun in das Programm integriert und muss nicht zusätzlich installiert werden.

Update: Um das Plugin benutzen zu können, muss unter dem Reiter Ansicht der Expertenmodus aktiviert werden.

Vortrag “ Einführung in OpenStreetMap“ zum herunterladen

screenshot_vortrag
Der OpenStreetMap-Vortrag, der bei der Jahreshauptversammlung des DJH Ortsverbandes Bremen am 23.3.2015 gehalten wurde, kann hier herunterladen werden. Natürlich sind auch alle, die den Vortrag nicht live verfolgt haben, eingeladen, einmal einen Blick hineinzuwerfen.

Der Vortrag ist unter einer CreativeCommons-Lizenz veröffentlicht und darf gerne als Vorlage für abgewandelte OSM-Einführungsvorträge verwendet werden.

Vortrag „Einführung in OpenStreetMap“ V1.0 Format: OpenDocumentPresentation (ODP) 44MB

Vortrag „Einführung in OpenStreetMap“ V1.0 Format: PortableDocumentFormat (PDF) 15,5MB

Vortrag: Einführung in die OSM

Am Montag den 23.3.2015 um 19:00 wird Martin Feuersänger in der Jugendherberge Bremen im Rahmen der Jahreshauptversammlung des OV Bremen der DJH einen Vortrag zur Einführung in die OpenStreetMap halten. Voraussichtlich wird der Vortrag 45 Minuten dauern. Die Jahreshauptversammlung ist öffentlich, Mitglieder des OV Bremen, aber auch Gäste sind herzlich willkommen!

Wenn du wissen möchtest was und wer hinter der freien Weltkarte steckt, welche spannenden Anwendungen es gibt und wie du selber beitragen kannst, dann solltest du diesen Vortrag nicht verpassen!

IMHO: POI-Namen sind selten Gebäudenamen

In den Anfangszeiten der OSM gab es noch sehr wenige Möglichkeiten Points of Interest (POI) zu erfassen. Es fehlten dazu schlicht die Tags. Inzwischen hat die Community viele Vorschläge dazu, wie man einen POI in die OSM eingeben kann. Auf das taggen an Gebäudewege oder Landnutzungsflächen kann in den meisten Fällen verzichtet werden.

Seitdem die Karte auf osm.org CartoCSS stylesheets verwendet, wurde neben vielem anderen auch das Rendering von POIs wesentlich verbessert. Wenn man sich die Standard-Karte auf osm.org anschaut, kann man nun z. B. einen rosa Punkt auf der Karte ablesen, wenn dort ein Objekt als shop=* getaggt wurde und somit ein POI ist. Das hat auch den Vorteil, dass Mapper dazu ermutigt werden, einen neuen Tag zu benutzen, statt einen Tag zu benutzen, der eigentlich nicht zum POI passt oder sogar Gebäude aufteilen, damit der gewünschte POI auf der Karte zu sehen ist.

Hier hat ein Mapper den Namen einer Fahrschule zusammen mit dem Gebäude gemappt.

Hier hat ein Mapper den Namen einer Fahrschule zusammen mit dem Gebäude gemappt. Quelle: OSM

In der Vergangenheit war das Taggen an einen Gebäude- oder Landnutzungsweg oft die einzige Möglichkeit, einen POI zu erfassen und in der Karte „sichtbar“ zu machen. (In Proposals wie dem zu amenity=driving_school wird sogar empfohlen diesen Tag zusammen mit building=* zu benutzen.) Weil die Community darüber hinaus nicht für jeden Fall Alternativen anbot, war diese Methode neben dem Taggen des name-Tags an einen Knoten ohne weitere Tags möglicherweise sogar am häufigsten verwendet. Letztere Lösung hatte aber den Nachteil, dass sie eben nicht gerendert wurde und keine Informationen über die Art des POI gab. Denn ob ein Objekt eine Ortschaft, ein Geschäft, ein Büro oder ein Gebäude ist, kann man so nicht aus der Datenbank heraus filtern. Der Nachteil des Taggens eines POI-Namen an einen building-Weg oder einen landuse-Weg ist aber auch, dass jeder Renderer, der Gebäudenamen (von wichtigen öffentlichen Gebäuden) oder Namen von Ortschaften (welche am landuse-Weg erfasst sind) auch andere POI rendern muss, ohne dass das beabsichtigt ist. Es gibt in Einzelfällen durchaus Gründe dafür, einen Ortsnamen am landuse-Polygon zu erfassen. Damit deutet man möglicherweise auch an, dass man nur ungenaue Aussagen über eine bestehende Grenze machen kann, sie aber dennoch erfassen möchte. Öffentliche oder historische Gebäude haben häufig Namen, die nur dem Gebäude und keinem POI zugeordnet werden können. Manchmal überschneidet sich die Namensnutzung aber auch.

Das "Haus der Sparkasse" (links unten) ist der Gebäudename, aber nicht der name der Bank. Rosa Punkte markieren einen POI, der als shop=* in der Datenbank getaggt ist.

Das „Haus der Stadtsparkasse“ (links unten) ist der Gebäudename, aber nicht der name der Bank. Rosa Punkte markieren einen POI, der als shop=* in der Datenbank getaggt ist. Quelle: OSM

Durch neue Taggingvorschläge wie craft=*, shop=* und office=* wurden den Mappern also wichtige Ratschläge gegeben, die Datenbank besser nutzen zu können und mehr POI Informationen systematisch zu taggen. Denn schließlich wandern diese Vorschläge in die Tagging-Vorlagen der Editoren und erreichen so auch Mapper, die wenig mit dem Wiki am Hut haben.

Entsprechend großen Einfluss haben die Editoren auf die Nutzung von Tags. Ist ein Tag von einem bestimmten Editor nicht unterstützt, kann es sein, dass ein Mapper einen falschen Tag für ein Objekt benutzt. Für erfahrene Mapper ist so ein Fehler ohne angegebene oder vorhandene Website oft nicht nachvollziehbar und bleibt deshalb erst einmal falsch getaggt. Inzwischen scheint es für alles Tags zu geben. Gerade Editoren wie iD oder Rosemary (wheelmap.org) hinken allerdings in der Umsetzung hinterher, obwohl sie doch hauptsächlich von Beitragenden benutzt werden, die häufig das Wiki nicht kennen oder diesen sogar nicht einmal bewusst ist, dass sie zur OSM beitragen. Mapper die sich Änderungssätze einer Gegend gelegentlich anschauen, sollten also am besten auch ein Auge darauf werfen, welcher Editor benutzt wurde.

Es gibt heute also aus meiner Sicht das Problem, dass man zum einen eine große Menge alter Beiträge hat, die schlecht oder unbenutzbar getaggt ist und zum Anderen das Problem, dass weiterhin neue Objekte dieser Art hinzukommen. Letzteres Problem könnte man minimieren, allerdings kann ich mir kaum vorstellen, dass man entsprechende Editoren „aufbläht“ in dem man Beitragende zwischen einer noch größeren Anzahl von Objekten entscheiden lässt. Wer die OSM pflegen möchte, wird also sich solche Beiträge genauer anschauen und gegebenenfalls korrigieren oder Anmerkungen mit einem fixme=* machen müssen.

Wie kann man mit den alten Daten umgehen, die an den Gebäudeweg getaggt sind?

Grundsätzlich sollte man sich natürlich am besten in der Gegend und mit dem POI ein wenig auskennen. Denn sonst ist die Gefahr, dass man Information verliert recht groß. Schließlich könnte ein Gebäude-Weg, an dem ein Firmenname getaggt ist schlicht heißen, dass das gesamte Gebäude nur von diesem Unternehmen genutzt wird. In diesem Fall kommt es sehr auf die übrige Situation an, wie man diesen POI am besten (um)mappen kann. In den meisten anderen Fällen bietet es sich an, den POI an einem neu hinzugefügten Knoten zu erfassen und falls man es etwas genauer weiß, den POI mit einer Fläche erfassen. Wenn diese fehlerhaft ist, kann man immer noch darauf hoffen, dass ein anderer Mapper diese korrigiert (in diesem Fall ein fixme nicht vergessen).

Mappt man eine neue Fläche, gibt es häufig deckungsgleiche landuse-Flächen. Diese haben zwar den Nachteil, dass ein Mapper sich recht gut mit einem Editor auskennen muss um sie zu finden oder bearbeiten zu können, sind aber ansonsten aus meiner Sicht eine akzeptable Lösung – aber problematisch. Alternative Lösungen wären die Nutzung eines Knotens oder einer Fläche, die nicht mit anderen deckungsgleich ist.

POI wie Bäckereien nutzen Gebäude häufig nicht allein, denn obere Etagen werden häufig als Wohnraum genutzt. Daher bietet es sich auch an, auf eine Fläche zu verzichten, die das Treppenhaus vom POI ausspart und lediglich einen Knoten zu nutzen.

Aber es gibt natürlich noch wesentlich mehr Probleme, die im Allgemeinen beim erfassen von POI auftreten können. (Über mehr davon würde ich mich natürlich auch in den Kommentaren freuen.)

Mehr Privatsphäre: GoogleMaps durch OpenStreetMap ersetzen

Dieser Artikel soll einige Anregungen geben, wie mit Hilfe von verschiedenen OpenStreetMap (OSM) Projekten der marktdominierende Dienst Google Maps am eigenen Heim-Rechner durch privatsphäre schützendere Lösungen ersetzt werden kann. OSM ist nicht nur eine Karte im Internet – sie ist eine Datenbank zu der zahlreiche Freiwillige Werkzeuge und Anwendungen schreiben. All diese Projekte existieren nebeneinander und manche sind sogar in die bekannte Webseite openstreetmap.org integriert. Was der OSM im Vergleich zu GoogleMaps fehlt um von der breiten Masse benutzt zu werden, ist eine Seite die eine vergleichbare Menge an Diensten ineinander vereint. Solch ein Dienst würde viele Resourcen erfordern und gleichzeitig dem Problem beiwohnen große Datenmengen sammeln zu können. Um auf OSM um zu steigen ist also Eigeninitiative erforderlich. Mit wenigen kleinen Änderungen des eigenen Verhaltens kann man bereits viel bewirken.

Verschlüsselte Verbindungen

Wo immer möglich und angeboten sollte man das verschlüsselte Protokoll https dem unverschlüsseltem http vorziehen. Die Projektseite von OSM bietet unter anderem eine solche verschlüsselte Seite an. Eine verschlüsselte Seite gibt es auch für das Wiki zur OSM.

Schlüsselwörter

Was viele Internetnutzer bei Google hält ist Bequemlichkeit und gute Suchergebnisse. Gegen die Unbequemlichkeit bei der OSM können zum Beispiel Schlüsselwörter helfen. Firefox bietet zum Beispiel solch eine Möglichkeit. Um die OSM zu durchsuchen kann der Dienst Nominatim genutzt werden: In den Lesezeichen braucht dazu nur ein Lesezeichen mit der Adresse

http://nominatim.openstreetmap.org/search?polygon=1&q=%s

erstellt zu werden. Legt man dazu ein Schlüsselwort (z.B. osm) fest, kann man im Firefox direkt in der Adressleiste die Suche hinter dem vorangestellten osm eingeben, braucht nur noch auf Enter zu drücken und erhält dann identische Ergebnisse wie auf der OSM Projektseite.

Routingsoftware lokal installieren

Natürlich kann man in vielen weiteren Fällen auf die Schlüsselwortlösung zurückgreifen. Zum Beispiel beim Routing. Für OSM gibt es zahlreiche Projekte, die Routen für die unterschiedlichsten Vehikel berechnen können. Eines davon ist Graphhopper. Auf der Projektseite gibt es eine Karte zum Ausprobieren – intendiert ist jedoch nicht diesen Dienst zu nutzen, sondern selber eine Seite mit der Software zu hosten oder noch viel einfacher: Auf dem eigenen Rechner die Software lokal per http://localhost zu nutzen (siehe unten für ein Tutorial). Eine gute Alternative ist OSMR, dessen Installation jedoch derzeit mehr Kenntnisse voraussetzt.

Screenshot einer von Graphhopper berechneten Route

Screenshot einer von Graphhopper berechneten Route

Klickbare Karten

Ein Vorteil von GoogleMaps gegenüber der Seite osm.org ist vor allem, dass es klickbare Objekte in der Karte gibt. Aber auch zur OSM gibt es Projekte, die die freie Karte klickbar machen. Eines von zahlreichen Projekten ist die OpenLinkMap. Klickbar sind aber auch viele andere Karten, die OSM-Daten nutzen. In der Regel sind diese Karten sehr themenspezifisch. Hier ein paar schöne Beispiele: openptmap.org, gdzie.bl.ee, www.bikemap.net, geschichtskarten.openstreetmap.de/historische_objekte.

Wizard der Overpass Turbo zum Durchsuchen der OSM

Was das Herz jedes Hobbykartographens höher schlägen lässt ist die Overpass-API. In dem Wizard des Interfaces Overpass Turbo können sogar relativ intuitiv und einfach eigene Suchen formuliert werden ohne ein Abfrageskript schreiben zu müsssen.

Nutzungsbeispiel des Wizards der overpass turbo. Die Eingaben können mit relativ wenig Vorwissen gemacht werden. Das Resultat ist eine Karte in der die angefragten Objekte anklickbar sind.

Nutzungsbeispiel des Wizards der overpass turbo. Die Eingaben können mit relativ wenig Vorwissen gemacht werden. Das Resultat ist eine Karte in der die angefragten Objekte anklickbar sind.

Mobile Lösungen für die Nutzung der OSM

Big Data entsteht jedoch nicht nur bei der Suche am Desktop-Rechner, sondern vor allem bei der Suche an Mobilgeräten. Besteht die Möglichkeit, sollte man also vorziehen Software wie zum Beispiel Mapfactor Navigator oder OsmAnd mit lokalen Dateien zu benutzen. Letztere ermöglicht auch ein Durchsuchen der OSM nach Restaurants, Parkplätzen, Geldautomaten und vielem mehr. Der entscheidende Vorteil dieser Lösung ist nicht von einer Internetverbindung abhängig zu sein.

OSM-Daten mobil und offline nutzen: Mit OsmAnd kann man auf dem Smartphone das nächstgelegene geöffnete Restaurant anzeigen lassen und sich dorthin navigieren lassen. Quelle: https://play.google.com/store/apps/details?id=net.osmand

OSM-Daten offline mobil nutzen: Mit OsmAnd kann man auf dem Smartphone das nächstgelegene geöffnete Restaurant anzeigen lassen und sich dorthin navigieren lassen. Quelle: https://play.google.com/store/apps/details?id=net.osmand

In jedem Fall ist es besser einen eigenen Dienst lokal zu betreiben oder sogar zu hosten. Das entlastet die Resourcen der Betreiber der freien Angebote und bietet mehr Privatsphäre. Und zuletzt kann natürlich jeder interessierte eigene Karten schreiben und sie auf dem eigenen Rechner belassen und lokal aufrufen. Größere Projekte können auch kommerzielle Angebote in Anspruch nehmen um die Server der freien und gemeinnützigen Projekte zu entlasten.

Zuletzt kann man der Community auch als Nutzer der Daten viel zurück geben in dem man z. B. Fehler meldet (auch anonym möglich) oder eine zurück gelegte Strecke (z.B. mit dem Smartphone) als Track aufzeichnet und auf osm.org anonymisiert hochlädt.

Weiterführendes

https://support.mozilla.org/de/kb/Intelligente_Schluesselwoerter
https://github.com/graphhopper/graphhopper/wiki/QuickStart
http://project-osrm.org/
https://wiki.openstreetmap.org/wiki/Nominatim/Installation
http://leafletjs.com/
http://docs.openlayers.org/ http://switch2osm.org/serving-tiles/
https://wiki.openstreetmap.org/wiki/DE:Edit_GPS_tracks

UPDATE: Für die Suche per Schlüsselwort bietet sich wegen der vorhandenen Verschlüsselung natürlich auch folgender Link an

https://osm.org/search?query=%s

Dieser Artikel steht unter der Lizenz CC-by-SA.

Mappt mehr Öffnungszeiten!

Sonntag abends ist (fast) alles zu.

Sonntag abends ist (fast) alles zu.

Wenn ich mal nicht mappe oder mit den OSM Daten spiele, sondern einfach nur Informationen aus den OSM Daten ziehen will, dann tue ich das meist, um folgendes herauszufinden:

  • Wo sich eine Adresse befindet
  • Wie ich auf dem kürzesten Weg von A nach B komme
  • Wo sich ein Geschäft befindet und ob es geöffnet hat

Für die ersten beiden Punkte kann man auch andere Map Services benutzen. Wenn es allerdings um das die Öffnungszeiten von Geschäften und anderen Einrichtungen geht, hat OSM hier die Nase vorn. Weiterlesen

Slideset for OSM Introductory talk

screenshot_presentationThe first part of the introductory presentation for the Bremen Mapping party is now translated to English.

The slides of the first part focus on a simple introduction of and motivation for OpenStreetMap without going too much into detail so that novices to OSM are not scared off. After introducing OSM, a short overview is given on what mapping means in the OSM world and what you need in order to go out and collect data for OSM. The presentation concludes with some organizational stuff and some hints for the survey of the mapping party.

The talk can be given in 1 – 1 1/2 h depending on the speed of the presenter and the amount of questions allowed during the talk.

The presentation is available in ODP format and thus is best viewed and edited using LibreOffice or OpenOffice. Whenever locality matters, pictures and maps in the talk do focus on Bremen, Germany but those can be easily replaced by pictures and maps of other cities or regions.

I’m not a native speaker, so I welcome any corrections of misspellings and wrong phrasing within the slide set.

Download slideset: osm_introduction_v1_0_en

Have fun and use the slides to spread the word!